Aktuell: Wir suchen Ihren Erholungsort

Lavendelfeld in Horn-Bad Meinberg (1)

Entspannen im Naturschutzgroßprojekt Senne/Teutoburger Wald oder doch lieber ein Spaziergang am SchiederSee? Die Technische Hochschule OWL und der Kreis Lippe suchen Ihren Lieblungsort zur Erholung in der Region. Machen Sie mit! Den Zugangslink zur interaktiven Karte gibt es hier


Mit Hilfe der Informationen will die TH OWL das Erholungspotential und die vorhandene Infrastruktur für das Projekt "Grüne Infrastruktur" analysieren. Der Fokus liegt auf der Naherholung, sprich Feierabend- und Wochenenderholung. In einem ersten Schritt hat der Kreis und die Hochschule bereits Bilder aus einem Fotowettbewerb mit über 100 Einsendungen ausgewertet (s. unten).


Die Mitmachaktion läuft bis zum 17. August. Datenschutzhinweis

Erprobungs- und Entwicklungs- Vorhaben: Grüne Infrastruktur in ländlichen Regionen

Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E-Vorhaben) werden vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege gefördert.

Das E+E-Vorhaben Grüne Infrastruktur in ländlichen Regionen hat zum Ziel, die Vorgaben der Europäischen Union wie des Bundeskonzeptes Grüne Infrastruktur auf der Planungsebene einer Region, hier dem Kreis Lippe, weiter zu konkretisieren, geeignete Maßnahmen zu entwickeln und diese letztlich auch umzusetzen.

„Hinter dem Begriff grüne Infrastruktur steckt der Gedanke, dass Ökosysteme und ihre Leistungen – etwa intakte Auen als natürliche Hochwasservorsorge – ebenso wie "graue, also technische Infrastruktur" für die Entwicklung eines Landes unverzichtbar sind. Grüne Infrastruktur trägt zum menschlichen Wohlergehen zum Beispiel durch Klimaregulation, Erholung und Erleben von Natur und Landschaft und zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.“ (Bundesamt für Naturschutz (BfN))

Multifunktional - integrativ - vernetzt

Waldlandschaft

Mit der Etablierung einer Grünen Infrastruktur wird kein neues Planungsinstrument für isoliert zu betrachtende Einzelvorhaben in Natur und Landschaft geschaffen. Vielmehr sollen die vielfältigen Funktionen und positiven Wirkungen verschiedener Ökosysteme gemeinsam betrachtet und in einem neuen Denk- und Arbeitsansatz miteinander vernetzt werden

  • räumlich: Stadt – Land / Siedlungsfläche - freie Landschaft
  • strukturell: Vernetzung von Flächen statt Schutz einzelner isolierter Gebiete oder Arten
  • inhaltlich: unterschiedliche Themenbereiche (Biotop- und Artenschutz, Klimawandel, demografischer Wandel, Siedlungsflächenentwicklung, Land- und Forstwirtschaft, Erholung) sind in einem gemeinsamen Planungsansatz integriert

Zum Beispiel ist eine Flussaue nicht nur ein wertvoller Lebensraum für geschützte Tier- und Pflanzenarten, sondern erfüllt darüber hinaus zahlreiche Ökosystemleistungen für Klimaschutz, Biodiversität, Hochwasserschutz, Grundwasser-Neubildung, Land- und Forstwirtschaft oder als Erholungsraum.

Mit dem E+E-Vorhaben soll damit auch das bestehende Defizit in der Umsetzung reduziert werden.

Thematische Schwerpunkte

Im E+E-Vorhaben Grüne Infrastruktur in ländlichen Regionen werden im Kreis Lippe vorrangig die folgenden Themenbereiche bearbeitet:

Biotopverbund
Erholung
Kulturlandschaft

Für das E+E-Vorhaben Grüne Infrastruktur in ländlichen Regionen arbeitet der Kreis Lippe (Fachgebiet Landschaft und Naturhaushalt) eng mit der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe / TH OWL (Arbeitsschwerpunkt Erholung) zusammen. Weitere Projektpartner sind die Hochschule Osnabrück (Arbeitsschwerpunkt Biotopverbund) und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Arbeitsschwerpunkt Kulturlandschaft).

In der zurzeit laufenden Voruntersuchung liegt die Projektleitung bei der TH OWL. Hier sollen die Potentiale für eine Grüne Infrastruktur im Kreis Lippe ausgelotet und Schwerpunktbereiche sowohl inhaltlicher wie räumlicher Art entwickelt werden.

Für das sich anschließende Hauptvorhaben ist der Kreis Lippe als Antragsteller und Vorhabenträger zuständig. Das gesamte Projekt wird sich über einen Zeitraum von vier bis fünf Jahren erstrecken.

Mit dem E+E-Vorhaben steht der Kreis Lippe bundesweit als Modellregion für die Planung und Umsetzung der Grünen Infrastruktur im Fokus. Als Pendant dazu wurde seitens des Bundesamtes für Naturschutz die Region Braunschweig als ein städtischer Verdichtungsraum ausgewählt. Hier findet im Rahmen des Projektes ein intensiver Erfahrungsaustausch statt.

Bei einer Auftaktveranstaltung werden wichtige Akteure aus der Region über das Projekt informiert. Ihre Hinweise und Anregungen sollen in die weitere Arbeit einfließen und im konkreten Fall auch zur weiteren Mitarbeit führen.

Kreis Lippe Grüne Infrastruktur zweizeilig

Das Projekt wird gefördert durch das BfN mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Info

Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Bundesamts für Naturschutz. Dort steht auch die Broschüre "Bundeskonzept Grüne Infrastruktur" zum Download bereit.

Die Broschüre "Eine Grüne Infrastruktur für Europa" liefert weitere Informationen zu dem Vorhaben auf europäischer Ebene:

Weitere Informationen zum Projekt von allen Projektpartnern hier:

Protokolle zu den bisherigen Themenworkshops:

Kontakt

Ihre Ansprechpersonen zur Umsetzung der grünen Infrastruktur in ländlichen Regionen im Kreis Lippe:

B. Steffen-Waschek
Abgrabungen, Landschaftplanung
Felix-Fechenbach-Straße 5
32756 Detmold

Franziska Bernstein
TH OWL
+49 5271 687-7221
E-Mail senden

Fotowettbewerb "Unsere lippische Landschaft"

Über 100 Einsendungen zu typischen oder auch besonderen Orten in Lippe sind eingegangen. Die Fotografien dienen unter anderem einer wissenschaftlichen Auswertung zu Erholungsorten in Lippe und fließen in das Projekt „Grüne Infrastruktur“ ein. Vielen Dank an die Teilnehmer für die aussagekräftigen Bilder.