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Lehren und Lernen mit Holz – „teachwood“-Projekt kann bei Lehrern punkten

Konzentriert folgen die „teachwood“- Teilnehmerinnen den Anleitungen der Referentinnen Frauke Vehmeier und Evelin Winter: Erst vorsichtig, dann immer selbstsicherer setzen sie die Säge an und schneiden den aufgemalten Kreis aus dem Holz. Am dritten und letzten Fortbildungstag des Projekts „Lehren und Lernen mit Holz in der Grundschule“ bekommen 14 Lehrerinnen aus sieben Grundschulen Tipps und Tricks vermittelt, wie sie ihre neu erlernten Fertigkeiten sinnvoll in den Unterricht einbinden und Schülern Lehrinhalte durch die Bearbeitung des Holzes näherbringen können. „Es braucht nicht immer einen starren Lehrplan, um Schülern etwas beizubringen. Wenn Kinder kreativ werden dürfen und selber etwas schaffen können, lernen sie ganz nebenbei. So können sie beispielsweise bei der Bearbeitung des Holzes mathematische Vorgänge wie Messen und Ausrechnen spielerisch anwenden“, fasst Beate Wehmeyer, Projektkoordinatorin vom Bildungsbüro des Kreises Lippe, die Vorteile von „teachwood“ zusammen.

 teachwood

Bringen Holz als Lehrmaterial in den Grundschulunterricht: Frauke Vehmeier (1. Reihe, links), Evelin Winter (3. Reihe, links), Beate Wehmeyer (4. Reihe, rechts) und die Teilnehmerinnen des „teachwood“-Projekts.

 

Den Unterricht interessanter gestalten

Ziel der Fortbildung ist es, mehr technisch-handwerkliche Inhalte in den Grundschulunterricht einzubauen. Das Angebot des Schulamtes für den Kreis Lippe, Bereich Grundschulen, in Kooperation mit dem Regionalen Bildungsnetzwerk Lippe und der Pro-Wood-Stiftung wurde daher speziell für Lehrkräfte in den Klassen eins bis vier entwickelt. An drei Fortbildungstagen, die sich über das Jahr aufteilen, schulen zwei ausgebildete Referentinnen die Teilnehmer im Umgang mit Werkzeugen sowie dem Werkstoff Holz. „Der Input war sehr ermutigend. Die genauen Anweisungen geben Sicherheit, um Kinder ausprobieren zu lassen“, schwärmt eine Teilnehmerin. Eine andere ergänzt: „Die Referentinnen waren sehr kompetent und haben es uns ermöglicht, die verschiedenen Aufgaben und Ansätze von Grund auf zu entdecken.“ Damit die gesammelten Ideen und Anregungen auch direkt in den Schulen realisiert werden können, stehen den Lehrkräften nach der Fortbildung kostenlose, mobile Werkzeugkisten und Begleitmaterialien zur Verfügung.

 

Angebot kommt bei Lehren an

Mit den positiven Rückmeldungen aus dem ersten Fortbildungsdurchgang „Lehren und Lernen mit Holz“ ist Referentin Frauke Vehmeier zufrieden: „Das Feedback der Teilnehmer hat uns bestätigt, dass das Angebot einen Nerv getroffen hat. Mit der Verbindung aus praktischen Übungen und theoretischen Einheiten konnten wir die Lehrer dazu motivieren, neue Ideen in ihren Klassen umzusetzen.“ Die Anmeldungen bestätigen die Einschätzung: Für den zweiten Durchgang, der im November startet, sind keine Plätze mehr frei. Mitte 2018 soll die Fortbildungsreihe aber erneut angeboten werden. Auch weiterführende Veranstaltungen schließt Evelin Winter nicht aus: „Die Teilnehmer haben angeregt, größere Werkstücke wie Spiel- und Sportgeräte zu erstellen. Außerdem haben sie sich weitere Projekte gewünscht, die den Sachunterricht mit dem Werk- und Kunstunterricht verbinden. Vor diesem Hintergrund können wir uns vorstellen, vertiefende Fortbildungen zu planen.“ Erste Ideen dafür können auf dem bundesweiten teachwood-Multiplikatoren-Netzwerktreffen gesammelt werden, das im Frühjahr 2018 an der Universität Paderborn stattfindet.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es bei Beate Wehmeyer unter 05231 62-4800 oder b.wehmeyer@kreis-lippe.de.