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19.12.2017

Eigenbetrieb Schulen des Kreises erzielt erstmals einen Jahresüberschuss – Bestes Jahresergebnis seit Gründung in 2003

Mit dem besten Jahresergebnis seit seiner Gründung im Jahr 2003 schließt der Eigenbetrieb Schulen des Kreises Lippe (EBS) das Wirtschaftsjahr 2016. „In dem Jahr ist es erstmals gelungen, einen Jahres- überschuss von 6.000 Euro zu erzielen und damit das geplante Ergebnis deutlich um rund 1,7 Millionen Euro zu verbessern“, berichtet Klaus Kuhlmann, Leiter des EBS.

 

Erfreut zeigte sich Kuhlmann auch über das Ergebnis der Inselquartiere, die der Eigenbetrieb 2009 übernommen hat: „Auf der Grundlage unseres strategischen Übernahme- und Entwicklungskonzeptes ist es uns gelungen, die Jugend- und Gästehäuser auf Langeoog und Norderney im Laufe der Jahre grundlegend zu modernisieren, die Jahresergebnisse laufend zu verbessern und in 2016 zum zweiten Mal einen Überschuss von 11.000 Euro zu erwirtschaften“. Auch bei der Belegung konnten die Häuser zulegen und die Zahl der Übernachtungen um 1.000 auf 63.500 steigern. Die Belegungsquote stieg dadurch in der Saison um 2 Prozent auf 74,9 Prozent und über das ganze Jahr um 0,7 Prozent auf 49,7 Prozent. Für vergleichbare Einrichtungen an der deutschen Küste erreichten die Inselquartiere damit eine hervorragende Auslastung, so Kuhlmann. „Mein Dank gilt besonders meinen Mitarbeitern und den Leitungen der kreiseigenen Schulen, die im Rahmen ihrer Budgetverantwortung mit zu den positiven Ergebnissen beigetragen haben.“

1,7 Millionen Euro besser als Plan

Ausschlaggebend für das gute Ergebnis waren insbesondere geringere Aufwendungen bei dem mit 5,35 Millionen Euro größten Aufwandsblock, den Abschreibungen. Durch verschobene Investitionen fielen diese gegenüber Plan um 865.000 Euro und bei der Gebäudeinstandhaltung (1,63 Millionen Euro) um 209.000 Euro geringer aus. Die Kosten für die Schülerbeförderung sind aufgrund sinkender Schülerzahlen an den Berufskollegs und durch Bewirtschaftungsmaßnahmen des EBS gegenüber der Planung zwar um 347.000 Euro geringer ausgefallen, im Vergleich zu 2015 jedoch um 124.000 Euro gestiegen. Bei den Energiekosten (rd. 1,4 Millionen Euro) ist es dem EBS gelungen, gegenüber dem Ansatz rund 251.000 Euro einzusparen. Ein für den Betriebsleiter besonders erfreuliches Ergebnis: „Hier zeigt sich, dass die Investitionen in den Klimaschutz und die weiteren Maßnahmen des Energiemanagements nachhaltig Wirkung zeigen“. Auch bei den Personalaufwendungen (5,3 Millionen Euro) hat der EBS rund 200.000 Euro weniger ausgegeben als geplant.

Die Ertragsseite der Jahresrechnung wird zwar dominiert von den Zuweisungen des Kreises (18,75 Millionen Euro), allerdings gewinnen die selbst erwirtschafteten sonstigen betrieblichen Erträge immer mehr an Bedeutung. So konnte der EBS in 2016 betriebliche Erträge in einer Gesamthöhe von 25,6 Millionen Euro verbuchen.

Bilanzvolumen 138,9 Millionen Euro - Schuldenstand um 4,1 Millionen Euro gesenkt

Die Bilanz des EBS weist Ende 2016 138,9 Millionen Euro aus. Als besonders anlagenintensiver Betrieb beläuft sich allein das Anlagenvermögen auf 138 Millionen, das sind 99,4 Prozent des Gesamtbilanzwertes. Demgegenüber stehen das Eigenkapital mit 65,4 Millionen Euro und Sonderposten mit 38,6 Millionen Euro. Die erweiterte Eigenkapitalquote beläuft sich damit auf 74,8 Prozentund konnte gegenüber 2015 um 1,7 Prozent gesteigert werden. Trotz Investitionen in Höhe von 4 Millionen Euro konnte der EBS in 2016 den Schuldenstand um 4,1 Millionen Euro auf 27,1 Millionen Euro senken.