Seniorenbeiräte treffen sich im Kreishaus – Stärkere Zusammenarbeit vereinbart

Es hat viel zu besprechen gegeben beim ersten offiziellen Treffen des Landrates mit den Seniorenbeiräten der Städte und Gemeinden und Friedhelm Potthoff, dem neu gewählten Seniorenbeauftragten des Kreises. Im Mittelpunkt des Austausches standen die Themen Mobilität, ärztliche Versorgung im ländlichen Raum und Nahversorgung. Dr. Axel Lehmann sicherte den Vertretern die Unterstützung des Kreises bei den einzelnen Punkten zu: „Wir haben im Zukunftskonzept Lippe 2025 das Wohl der älteren Generation im Blick. Besonders bei den Leitzielen Mobilität, Gesundheit, Teilhabe und Dorfentwicklung wollen wir aktiv an Verbesserungsmöglichkeiten arbeiten und Bedarfe abdecken.“ Außerdem betonte er, dass eine engere Vernetzung der Seniorenbeiräte mit dem Kreis wünschenswert sei.

 Seniorenbeiräte

Landrat Dr. Axel Lehmann (Mitte) tauschte sich mit Tanja Lupuljey, Altenhilfeplanung beim Kreis Lippe, Sabine Beine, Fachdienstleiterin Soziales und Integration, (1. und 3. v.l.), dem Kreisseniorenbeauftragten Friedhelm Potthoff und seinem Stellvertreter Klaus Schäferbarthold (7. und 6. v.l) sowie den Seniorenbeiräten aus Städten und Gemeinden aus.

 

Mobilität und ärztliche Versorgung im Mittelpunkt

Gesprächsbedarf gab es vor allem beim öffentlichen Nahverkehr und den Verkehrsanbindungen. Die Seniorenbeiräte diskutierten über die Fahrpreise und transparentere Fahrpläne und Aushänge. Zudem sahen sie Handlungsbedarf bei barrierefreien Angeboten: „Viele Linienbusse sind mittlerweile behindertengerecht. Die Nachfrage nach mehr barrierefreien Fortbewegungsmitteln ist jedoch da“, erklärte Friedhelm Potthoff.

Auch bei der ärztlichen Versorgung zeigten sich die Seniorenbeiräte besorgt. Abgesehen von Oerlinghausen und Dörentrup, beurteilten die Teilnehmer des Treffens die Situation vor Ort als schwierig. Der Landrat wies daher darauf hin, dass hier schon an einer Lösung gearbeitet wird: „Der Kreis hat in Kooperation mit Ärzten und dem Klinikum eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um mögliche Maßnahmen und Projekte auf den Weg zu bringen.“ Erste Ergebnisse sollen auf dem nächsten Treffen der Seniorenbeiräte präsentiert werden. Um sich auch regelmäßig über weitere Entwicklungen und Erfahrungen auszutauschen, haben die Seniorenbeiräte vereinbart, künftig zweimal jährlich auf Kreisebene zusammenzukommen.

Im Anschluss an den Austausch zwischen den Seniorenvertreten und dem Landrat hat sich der Elternbesuchsdienst SPROSS vorgestellt. Dabei hat das Projekt „Wunschgroßeltern“ so viel Interesse geweckt, dass der Dienst bei den Senioren-Weihnachtsfeiern in den Ortschaften ebenfalls über die Angebote informieren möchte.